Wärmeschutznachweis für den Neubau
Im Neubau ist der Wärmeschutznachweis kein optionales Extra, sondern Eintrittskarte fürs Bauamt und Grundlage für jede KfW Förderung. Wir führen Sie durch den Referenzgebäudeansatz nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), bis 28.07.2026 Gebäudeenergiegesetz (GEG), zeigen, was sich für Bauanträge ab dem 01.01.2027 ändert, vergleichen EH 55 mit EH 40 NH, erklären, warum die Wärmepumpe längst Standard ist, was Photovoltaik wirklich in der Bilanz bringt und wie Sie den Sommer aus dem Haus halten. Vierzehn Minuten Lesezeit, danach reden Sie mit Architekt und Energieberater auf Augenhöhe.
Was ist der Referenzgebäudeansatz im Wärmeschutznachweis?
Der Referenzgebäudeansatz stellt jedem Neubau ein virtuelles Vergleichsgebäude gleicher Geometrie und Nutzung mit normierter Hülle und Anlagentechnik gegenüber; das geplante Gebäude muss dessen Primärenergiebedarf und spezifischen Transmissionswärmeverlust rechnerisch unterbieten, sonst gibt es keine Baugenehmigung. Geregelt ist der Ansatz in den §§ 15 und 16 des GModG, aus der Berechnung wird die Bauvorlage für den Bauantrag.
Die zwei Höchstwerte
Maßgeblich sind zwei Kennzahlen. Bei einem Bauantrag bis 31.12.2026 darf der Primärenergiebedarf Q P höchstens das 0,55fache des Referenzgebäudes erreichen (§ 15 Abs. 1). Der spezifische Transmissionswärmeverlust H T darf das 1,0fache des Referenzwerts nicht überschreiten (§ 16). Ohne beide Nachweise gibt es keine Baugenehmigung.
Was sich für Bauanträge ab dem 1. Januar 2027 ändert
Ab dem 01.01.2027 gelten die Änderungen aus Artikel 2 des Änderungsgesetzes (BGBl. 2026 I Nr. 226). Für den Neubau Nachweis sind das vor allem diese Punkte:
- Der Faktor 0,55 entfällt. Q P darf den Wert eines neuen Referenzgebäudes nicht überschreiten (§ 15 Abs. 1, bei Nichtwohngebäuden § 18 Abs. 1). Ob das im Ergebnis strenger oder lockerer ist, zeigt erst eine Vergleichsrechnung für das konkrete Gebäude.
- Das Referenzgebäude nach Anlage 1 rechnet mit einem technologieneutralen Referenzwärmeerzeuger, Gesamt Primärenergiefaktor fp,tot 0,75 bis 31.12.2029 und 0,70 ab 01.01.2030, Auslegung 55/45 °C. Referenzhülle: Außenwand 0,28, Bodenplatte 0,35, Dach 0,20, Fenster 1,3, Dachflächenfenster 1,4, Außentür 1,8 W/(m²K), Wärmebrückenzuschlag 0,05 W/(m²K), Gebäudedichtheit Kategorie I.
- Gerechnet wird nach DIN/TS 18599: 2025-10 statt DIN V 18599: 2018-09 (§ 20 Abs. 1).
- Neue Primärenergiefaktoren nach Anlage 4: Strom netzbezogen 1,5 (bisher 1,8); Biogas, Biomethan, Bioöl, Holz und Wasserstoff 0,7; Fernwärme pauschal 0,7 oder Wert des Netzes; Erdgas, Heizöl und Flüssiggas 1,1.
- Bezugsgröße ist die Nutzfläche, also die beheizte oder gekühlte Nettoraumfläche nach DIN 277: 2021-08.
- Das Modellgebäudeverfahren nach Anlage 5 entfällt. § 31 sieht stattdessen Ausstattungsvarianten für Wohn und Nichtwohngebäude vor, die im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Laut GModG Infoportal des Bundes sind die neuen Bekanntmachungen noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht; bis dahin können die bestehenden Bekanntmachungen zum GEG grundsätzlich weiter angewendet werden (Stand 26.10.2026).
- Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2026-05 und DIN 4108-3: 2024-03 (§ 11), sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2: 2026-05 (§ 14).
Welche Fassung gilt für Ihr Vorhaben?
Maßgeblich ist nach § 111 die Fassung zum Zeitpunkt der Bauantragstellung, des Antrags auf Zustimmung oder der Bauanzeige. Bei Vorhaben mit Kenntnisgabe zählt deren Eingang bei der Behörde, bei verfahrensfreien Vorhaben der Baubeginn. Bauantrag bis 31.12.2026 bedeutet: 0,55facher Wert und DIN V 18599: 2018-09. Bauantrag ab 01.01.2027 bedeutet: neues Referenzgebäude und DIN/TS 18599: 2025-10. Auf Verlangen des Bauherrn kann das neue Recht angewendet werden, solange über den Antrag nicht bestandskräftig entschieden ist.
Ausblick: Nullemissionsgebäude, Lebenszyklus und Solarpflicht
Ab dem 01.01.2028 sind neue Nichtwohngebäude im Eigentum der öffentlichen Hand, die von einer Behörde genutzt werden, als Nullemissionsgebäude zu errichten (§ 10a). Ab dem 01.01.2030 gilt das für alle Neubauten (§ 10 Abs. 1): Am Standort dürfen keine Kohlenstoffdioxidemissionen aus fossilen Brennstoffen entstehen. Eine Treibhausgasbilanz über den Lebenszyklus ist ab dem 01.01.2028 für Neubauten mit mehr als 1.000 m² Nutzfläche und ab dem 01.01.2030 für alle Neubauten vorgeschrieben (§ 88b). Die Solarpflicht nach § 106 gilt ab dem 01.01.2027 für neue Nichtwohngebäude über 250 m² und ab dem 01.01.2030 für neue Wohngebäude.
Bilanz nach DIN V 18599 und DIN/TS 18599
Die Bilanz erfasst Heizung, Trinkwarmwasser, Lüftung und Hilfsenergie. Anlagenaufwandszahlen, Vorlauftemperaturen und Erzeugerkennwerte fließen ein. Aus dem Endenergiebedarf wird mit Primärenergiefaktoren der Q P Wert abgeleitet. Für Bauanträge bis 31.12.2026 gilt DIN V 18599: 2018-09, ab 01.01.2027 DIN/TS 18599: 2025-10. Das Monatsbilanzverfahren nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 ist für Wohngebäude seit 01.01.2024 nicht mehr zulässig.
Was sich beeinflussen lässt
Hüllqualität, Anlagentechnik und Geometrie sind die Hebel. Dickere Dämmung und bessere U Werte für Bauteile, eine Wärmepumpe statt fossiler Heizung, ein kompakter Baukörper mit A V Verhältnis nahe 0,5. Jede Maßnahme wirkt auf beide Höchstwerte gleichzeitig.
Welche KfW Effizienzhausstufen sind im Neubau relevant?
Im Neubau sind drei Stufen praxisrelevant: EH 55 mit 55 Prozent des Referenz Primärenergiebedarfs und 70 Prozent des Referenz Transmissionswärmeverlusts, EH 40 mit 40 und 55 Prozent sowie EH 40 NH mit zusätzlichem QNG Siegel; das gesetzliche Mindestniveau nach GModG selbst ist nicht förderfähig. Wer Förderung mitnehmen will, baut also besser als das GModG verlangt. Die KfW Merkblätter 297/298 (gültig ab 30.07.2026) und 261 (gültig ab 24.09.2026) enthalten keine eigene Regel zu den Stufen auf Basis des neuen Referenzgebäudes ab 01.01.2027; sie verweisen auf das jeweils geltende Gesetz (Stand 26.10.2026).
| Stufe | Q P Anteil Referenz | H T Anteil Referenz | Förderung |
|---|---|---|---|
| GModG Mindestniveau, Bauantrag bis 31.12.2026 | 55 Prozent | 100 Prozent | keine |
| GModG Mindestniveau, Bauantrag ab 01.01.2027 | 100 Prozent des neuen Referenzgebäudes | 100 Prozent | keine |
| EH 55 | 55 Prozent | 70 Prozent | KfW 297/298, befristete Stufe, Kredit bis 100.000 € je Wohneinheit |
| EH 40 | 40 Prozent | 55 Prozent | KfW 297/298, Kredit bis 100.000 € je Wohneinheit |
| EH 40 NH | 40 Prozent | 55 Prozent | KfW 297/298 mit QNG Siegel, Kredit bis 150.000 € je Wohneinheit |
EH 55, der pragmatische Standard
EH 55 ist im Neubau gut erreichbar. Wärmepumpe, vernünftige Fenster, Wärmebrücken nach Beiblatt 2 und 18 bis 20 cm Außenwanddämmung reichen meistens. Beim Primärenergiebedarf entspricht EH 55 für Bauanträge bis 31.12.2026 bereits dem gesetzlichen Höchstwert. Zusätzlich verlangt die Stufe einen H T von höchstens 70 Prozent des Referenzwerts.
EH 40 mit Nachhaltigkeit
EH 40 verlangt deutlich mehr. Die Hülle ist sehr dicht, die Anlagentechnik effizient. Mit der Nachhaltigkeitsklasse NH und dem QNG Siegel erschließt Ihnen das KFN Programm der KfW. Laut KfW Merkblatt 297/298 (gültig ab 30.07.2026) beträgt der Kredit bis 100.000 € je Wohneinheit, mit QNG Siegel bis 150.000 €; die Zinssätze nennt die KfW tagesaktuell. Im Bestand gelten parallel die BEG Sanierungsstufen, die ähnlich systematisch aufgebaut sind.
Bauteilanforderungen Neubau
Im Neubau zählt die Bilanz, nicht der einzelne U Wert. Trotzdem hilft eine Orientierung, welches Niveau die Hülle haben sollte, damit EH 55 oder EH 40 in Reichweite bleiben.
Außenwand
Mauerwerk plus 18 cm WDVS oder Holzrahmen 24 cm. U Wert 0,15 bis 0,20 üblich.
Dach
Zwischen und Aufsparrendämmung 28 cm gesamt. U Wert 0,12 bis 0,15.
Bodenplatte
XPS unter Bodenplatte, 16 cm. Estrichdämmung obenauf. U Wert 0,22 bis 0,28.
Fenster
Dreischeibe mit warmer Kante. Uw 0,80 bis 1,10. Bei EH 40 unter 0,90.
Wärmebrücken
Beiblatt 2 reduziert den Zuschlag auf 0,05. Detailberechnungen drücken weiter.
Luftdichtheit
Blower Door Test zeigt n50. Bei Lüftung mit WRG ist Wert unter 1,5 Standard.
Welche Heizung ist im Neubau nach GModG zulässig?
Die 65 Prozent Pflicht nach dem früheren § 71 ist seit dem 29.07.2026 entfallen. Im Neubau entscheidet die Primärenergiebilanz, eine Wärmepumpe senkt Q P dabei deutlich. Wer eine Gas oder Ölheizung einbaut, muss nach § 10 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 43 GModG ab 2029 einen steigenden Anteil biogener oder wasserstoffbasierter Brennstoffe nutzen: 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Pellet oder Hybrid bleiben möglich, sind im Neubau aber selten wirtschaftlich. Nach Inbetriebnahme entscheidet die Heizungsoptimierung und Effizienzsteigerung über die tatsächliche Jahresarbeitszahl im Betrieb.
Standardlösung
Geringer baulicher Aufwand, JAZ um 3,5 mit Flächenheizung. Achten Sie auf Schallemissionen und Aufstellort.
Beste JAZ
Erdsonden oder Flächenkollektor. JAZ um 4,5, höchste Effizienz, mehr Investition zu Beginn.
Selbstversorgung
PV mit 10 kWp und 8 kWh Speicher senkt Q P deutlich. Direktverbrauch zählt in der Bilanz.
Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung von 80 Prozent oder mehr ist im Neubau Standard. Sie senkt Lüftungswärmeverluste massiv und schafft konstante Luftqualität. Eine begleitende Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 sorgt dafür, dass Wärmepumpe und Flächenheizung sauber dimensioniert sind. Welche Lüftungsstufen das Gebäude überhaupt braucht, klärt vorab ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6.
Trinkwarmwasser im System
Wärmepumpe für Heizung und Trinkwarmwasser bedeutet hohe Vorlauftemperaturen am Speicher. Frischwasserstationen oder Hochtemperatur Module helfen, die JAZ in der Heizphase niedrig zu halten.
Photovoltaik in der Bilanz
Photovoltaik klingt nach Effizienzbooster, wirkt im Wärmeschutznachweis aber nur eingeschränkt. Wer das nicht weiß, plant entweder zu klein und verfehlt die Effizienzstufe oder zu groß und zahlt drauf. Drei Stellschrauben entscheiden, wie viel von den kWp am Ende beim Q P Wert ankommt.
Direktverbrauch zählt, Einspeisung nicht
Eingespeister Strom wird in der Bilanz nicht angerechnet, weil er das Gebäude verlässt. Nur der Anteil, den Wärmepumpe, Lüftung, Hilfsenergie und Trinkwarmwasser direkt verbrauchen, mindert den Endenergiebedarf. Ohne Speicher liegt der Direktverbrauchsanteil bei rund 30 Prozent. Mit Speicher steigt er auf 60 bis 70 Prozent, weil PV Strom abends die Wärmepumpe versorgt.
Größenverhältnis kWp zu Wohnfläche
Faustregel im Einfamilienhaus, fünf bis sieben kWp PV plus zehn kWh Speicher reichen, um den Q P Wert um zehn bis fünfzehn Prozent zu drücken. Größere Anlagen liefern mehr Eigenverbrauch nur dann, wenn auch der Verbrauch wächst, etwa durch Wallbox oder Klimaanlage. Sonst wandert der Mehrertrag in die Einspeisung und ins Stromnetz, ohne Effekt im Wärmeschutznachweis.
Stromdirektheizung im Effizienzhaus
Wer mit PV und Stromdirektheizung plant, etwa Infrarotheizungen, gerät schnell an die Grenze. Nach § 10 Abs. 4 GModG darf eine Stromdirektheizung in einen Neubau mit Wohnungen nur eingebaut werden, wenn das Gebäude die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz nach §§ 16 und 19 um mindestens 45 Prozent unterschreitet. Das gilt nicht in einem Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine selbst bewohnt. Die Wärmepumpe bleibt der pragmatischere Pfad.
Mieterstrom und Quartierslösung
Bei Mehrfamilienhäusern oder Quartiersprojekten lassen sich PV Erträge über Mieterstrommodelle besser nutzen. Hier rechnet die DIN V 18599-9 (für Bauanträge ab 01.01.2027 DIN/TS 18599-9: 2025-10) mit erhöhten Direktverbrauchsanteilen, weil der Strom innerhalb der Liegenschaft verteilt wird. Bei einer Förderung kann das die Differenz zwischen EH 55 und EH 40 ausmachen.
Wie wird der sommerliche Wärmeschutz im Neubau nachgewiesen?
Der sommerliche Wärmeschutz wird im Wärmeschutznachweis nach DIN 4108-2 geführt, entweder über das vereinfachte Sonneneintragskennwertverfahren oder über eine thermische Gebäudesimulation; maßgeblich sind Fenstergröße, Orientierung, g Wert der Verglasung und vorhandener Sonnenschutz. Mit diesen Hebeln bleibt der Bau auch ohne Klimaanlage erträglich. Für Bauanträge bis 31.12.2026 gilt DIN 4108-2: 2013-02, ab 01.01.2027 DIN 4108-2: 2026-05 mit dem Sonneneintragskennwert nach Abschnitt 8.4 und der Simulation nach Abschnitt 8.5 (§ 14 GModG).
Verschattung
Außenliegender Sonnenschutz wie Raffstores, Markisen oder feststehende Lamellen. Innen liegende Vorhänge wirken nur eingeschränkt.
Speichermasse
Massivbau mit Beton oder Kalksandstein puffert Wärme tagsüber, Holzbau braucht zusätzliche Maßnahmen wie Lehm oder Estrich.
Nachtlüftung
Querlüftung oder gezielte Schachtlüftung in den frühen Morgenstunden. Reduziert Übertemperaturgradstunden im Nachweis nach DIN 4108-2 messbar.
Bauablauf und Schnittstellen
Der Wärmeschutznachweis ist nicht das Ende. Er steht am Anfang einer Reihe von Schritten, die bis zur Übergabe reichen.
- 1
Wärmeschutznachweis
Bilanz und Bauteilkatalog für den Bauantrag.
- 2
KfW Bestätigung
Energieeffizienz Experte erstellt die BzA für den Förderantrag.
- 3
Bauleitung
Bauteile prüfen, Bauteilkatalog mit Realität abgleichen.
- 4
Blower Door
Luftdichtheit messen, n50 Wert dokumentieren. Parallel laufen Schallschutz- und Brandschutznachweis.
- 5
Übergabe
Bestätigung nach Durchführung BnD an die KfW, Tilgungszuschuss anfordern.
DHH bei München, EH 40 NH mit Sole Wasser
Doppelhaushälfte mit 156 Quadratmetern Wohnfläche, kompaktem Baukörper und A V Verhältnis 0,52. Sole Wasser Wärmepumpe mit Erdsonde, kontrollierte Lüftung mit 91 Prozent Wärmerückgewinnung, PV 11,5 kWp und Batteriespeicher 10 kWh.
Wärmeschutznachweis in 42 Stunden fertig. Q P bei 18 kWh pro Quadratmeter und Jahr, H T bei 0,21 W pro Quadratmeter und Kelvin. EH 40 NH mit QNG Siegel erreicht. Der Förderantrag lief über das KfW Programm Klimafreundlicher Neubau. Aus den gleichen Daten ergibt sich später ein Bedarfs Energieausweis für Verkauf oder Vermietung, ohne erneute Aufnahme. Wer den Neubau dann später verkauft oder beleihen lässt, holt sich parallel eine Neubau Bewertung durch einen Immobilienprofi in Köln und Umgebung.
Eckdaten
- Wohnfläche
- 156 m²
- Heizung
- Sole Wasser WP
- PV
- 11,5 kWp
- Speicher
- 10 kWh
- U Wand
- 0,15
- U Dach
- 0,11
- Q P
- 18 kWh/m²a
- Stufe
- EH 40 NH
Stolperfallen Neubau
Sechs Punkte, die Neubauten regelmäßig vom Förderprogramm abschneiden.
- Geometrie spät optimieren. Erker, Loggien, viele Versprünge erhöhen die Hüllfläche und damit H T.
- Heizung zu spät wählen. Wärmepumpe oder Hybrid muss vor dem Bauantrag stehen, sonst stimmt die Bilanz nicht. Bei Gas oder Öl kommen ab 2029 die Biostufen nach § 43 hinzu.
- Wärmebrücken pauschal. 0,10 statt 0,05 bei Beiblatt 2. EH 55 wird damit oft verfehlt.
- PV ohne Direktverbrauch. Ohne Speicher zählt nur ein kleiner Teil im Nachweis.
- Sommerlicher Schutz vergessen. Große Südfenster ohne Verschattung führen zur Simulation.
- Energieeffizienz Experte fehlt. Ohne KfW Eintrag keine Förderung. Wärmeschutznachweis allein reicht nicht.
Vertiefende Themen
Lesen Sie tiefer in den Artikeln, die das Thema Neubau flankieren.
Nachweis im Bauantrag
Welche Bauvorlagen das Bauamt verlangt.
Sanierung Bestandsgebäude
Anforderungen, BEG Förderung, Hybrid.
U Werte Bauteile
Schichten, Lambda Werte und U Wert Schätzung.
Nachweis und Energieausweis
Wo Inhalte sich überschneiden.
Heizlastberechnung
DIN EN 12831 für die Auslegung der Wärmepumpe.
Häufig gestellte Fragen
Fünf Antworten rund um den Wärmeschutznachweis im Neubau.
Was unterscheidet den Wärmeschutznachweis im Neubau?
Im Neubau wird die Bilanz mit dem Referenzgebäudeansatz aufgestellt. Maßgeblich sind Primärenergiebedarf und spezifischer Transmissionswärmeverlust. Eine feste Quote erneuerbarer Energien gibt es seit dem 29.07.2026 nicht mehr.
Welche Effizienzhausstufe ist sinnvoll?
EH 55 entspricht beim Primärenergiebedarf für Bauanträge bis 31.12.2026 dem gesetzlichen Höchstwert. EH 40 und EH 40 mit Nachhaltigkeitsklasse liegen darunter. Welche Stufe zu welchen Konditionen gefördert wird, legen die aktuellen KfW Programmbedingungen fest.
Gilt im Neubau noch die 65 Prozent Regel?
Nein. Seit dem 29.07.2026 ist die 65 Prozent Pflicht mit dem früheren § 71 entfallen. Im Neubau zählt die Primärenergiebilanz. Wer eine Gas oder Ölheizung einbaut, muss nach § 10 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 43 GModG ab 2029 einen steigenden Anteil biogener oder wasserstoffbasierter Brennstoffe nutzen: 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040.
Welche U Werte sind im Neubau üblich?
Außenwand 0,18 bis 0,22, Dach 0,12 bis 0,16, Bodenplatte 0,22 bis 0,28, Fenster Uw 0,80 bis 1,10. Bei EH 40 liegen die Werte typisch unter den Werten des Referenzgebäudes.
Was kostet der Wärmeschutznachweis im Neubau?
Online ab 149 € Festpreis, klassische Energieberater ab 250 € für ein Einfamilienhaus. Mehrfamilienhäuser starten bei 800 €.
Wie viel PV bringt EH 55 oder EH 40?
Fünf bis sieben kWp plus zehn kWh Speicher senken den Q P Wert um zehn bis fünfzehn Prozent. Nur Direktverbrauch zählt in der Bilanz, eingespeister Strom nicht. Mit Speicher steigt der Direktverbrauch von 30 auf 60 bis 70 Prozent.
Was bedeutet QNG und KFN?
QNG ist das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, das im Programm Klimafreundlicher Neubau KFN der KfW Pflicht ist. Die Förderkonditionen für EH 40 NH stehen in den aktuellen KfW Programmbedingungen.
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Schnellcheck durchlaufen, Festpreis bekommen, geprüfter Nachweis für Bauantrag und KfW Antrag im Anschluss.
Burak Uzun
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Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Wärmeschutznachweis, GModG (früher GEG), KfW-Effizienzhausstufen und U-Wert-Berechnung nach DIN EN ISO 6946.
Methodik
Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung
Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung
- GModG Gebäudemodernisierungsgesetz (bis 28.07.2026 GEG)
- DIN V 18599 und DIN/TS 18599: 2025-10 Energiebedarf Gebäude
- BGBl. 2026 I Nr. 226 (Änderungsgesetz vom 23.07.2026)
- DIN EN ISO 6946 U-Wert-Berechnung
- BEG WG, BEG EM, KfW-Förderkonditionen
- BAFA-Liste Energieeffizienz-Experten
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